Hochwasserschutzsystem für Objekte

1. Allgemeines

Hochwasserkatastrophen treten in Deutschland zunehmend häufiger und heftiger auf. Die dabei entstehenden Schäden sind für die Betroffenen schwer zu verkraften und oft existenziell bedrohlich.

Die IBS hat die Barrierensysteme für den Objektschutz entwickelt, um Türen, Tore, Öffnungen und ganze Gebäude gegen Eindringen von Hoch- und Oberflächenwasser zu schützen. Hierbei können wir auf 3 verschiedene Systemgrößen zurückgreifen und haben für jeden Einsatzfall das richtige System.

Hochwasserschutzsysteme machen nur Sinn, wenn sie im Einsatzfall auch von einem Laien mit wenigen Handgriffen und ohne großen Kraftaufwand aufgebaut werden können. Für den schnellen und einfachen Aufbau ist nur ein Werkzeug notwendig. Dieses bieten nur professionelle Systeme, die auch solide und zuverlässig den Wassermassen standhalten.

Um dieses mehr an Hochwasserschutz, bei möglichst unveränderter Alltagssituation, unter heutigen Sicherheitsansprüchen erreichen zu können, hat die Konstruktion und der Betrieb des mobilen Hochwasserschutzsystems höchsten Anforderungen zu genügen.

2. Systembeschreibung

Barrierensysteme
Die Barrierensysteme bestehen aus mindestens 4 Baugruppen: Dammbalken, Endstützen, Dichtungen und Anpresschlitten. Endstützen können vor oder in die Gebäudeöffnung montiert werden. Dammbalken  werden zwischen die Endprofile eingebracht. Um eine hohe Dichtigkeit der Barriere zu erreichen werden mit Hilfe von Verspannschlitten die Dichtungen zwischen den Dammbalken und die Bodendichtung gegen die Aufstandsfläche verpresst.

3. Flexibilität

Durch die eigene Entwicklung und Fertigung, kann die IBS den Kunden eine Vielzahl von Lösungen anbieten. Dabei kann der Kunde wählen, ob er die kostengünstigen standardisierten Hochwasser-Systeme selbst ohne Projektierung bestellt und montiert oder für die Projektierung und Montage die IBS beauftragt.
In der IBS werden die meisten Funktionen durch eigene Mitarbeiter abgedeckt. Das heißt: Entwicklung, Vertrieb, Fertigung und Montage werden überwiegend durch firmeninterne Abteilungen gewährleistet. Dadurch sind wir in der Lage, zuverlässig, schnell und flexibel auf Wünsche der Kunden einzugehen.
Somit kann die IBS bestehende Standard-Lösungen schnell auf objektspezifische Probleme anpassen oder neue Lösungen entwickeln. z.B.: 4-seitig dichtende Barrierensysteme, Sonderwinkel, Sonderflansche etc.

4. Materialien

  • Dammbalken aus Aluminiumstrangpressprofilen (AlMgSi)
  • Stützen als Vollaluminiumbauteile (AlMgSi) oder kombiniert aus Aluminiumstrangpressprofil (AlMgSi) mit feuerverzinktem Stahlfuß (S235)
  • Endprofile aus Aluminiumstrangpressprofilen (AlMgSi)
  • Verspannschlitten aus Gk-AlSi12 / V2a (W-Nr. 1.4301)
  • Ankerplatten aus Edelstahl (V2A, 1.4301 / V4a, 1.4571) mit Schwarzstahlverankerungen
  • Klappen und Schott aus Stahl, Alu, Edelstahl (S235, AlMgSi,V2A, 1.4301 / V4a, 1.4571)
  • Dichtungen aus EPDM, PE / PUR

Aufgrund der verwendeten, hochwertigen und seit vielen Jahren im Hochwasserschutz eingesetzten Materialien wird bei ordnungsgemäßer Einlagerung die Dauerhaftigkeit nicht beeinträchtigt. Das System ist so konzipiert, das planmäßige Ersatzanschaffungen innerhalb der Materiallebensdauer nicht erforderlich sind.

5. Erforderliches Werkzeug

Für die Montage des Systems ist nur einfaches Handwerkszeug (Ratsche mit 8mm Innensechskanteinsatz) erforderlich.

6. Systemvarianten

Folgende Produkttypen stehen zur Verfügung:

  • IBS BSH-I 50 mit 50mm breiten und 262 mm hohen Dammbalken
  • IBS BSH-I 100 light mit 100mm breiten und 150mm hohen Dammbalken
  • IBS BSH-I 100 H (heavy duty) mit 100mm breiten und 150mm hohen Dammbalken

Mit den o.g. Produkttypen stehen uns technische Variationsmöglichkeiten zur Verfügung, die uns auf nahezu jede Projektsituation eine maßgeschneiderte Lösung erlaubt.

7. Lagerung

Zu unserem System ist eine ausgereifte Lagertechnik verfügbar. Diese sichert eine kontaktfreie Lagerung der Dammbalken und Stützen. Die Lagerung geschieht in feuerverzinkten Stahlpaletten, die mit Gabelführung, Krananschlagpunkten, stapelfähigen Palettenfüßen und Spanngurten ausgestattet sind. Durch die kontaktfreie Lagerung der Bauteile auf den Stahlpaletten können diese nach dem Einsatz einfach mittels Wasserschlauch abgespritzt und klargespült werden.
Kontaktkorrosion wird vermieden.

8. Leckrate

Die Barrierensysteme sind für die Dichtheit nach DIN 19569-4 und für den hydrostatischen Wasserdruck mit 1,35 – facher Sicherheit nach DIN 19704 (Ausgabe 1998) ausgelegt.

9. Montagesituationen

Für die Montage der Endstützen stehen mehrere Einbauvarianten zur Verfügung:

Dammbalkensystem vor der Laibung
Dammbalkensystem vor der Laibung Dammbalkensystem vor der Laibung
Barrieresystem in der Laibung
Barrieresystem in der Laibung
Barrieresystem in der Laibung
Barrieresystem in der Laibung
In Aussparung mit Verguss
Montagesituation in Aussparung mit Verguss Montagesituation in Aussparung mit Verguss

10. Weitere Anwendungsbeispiele

Anwendungsbeispiel Garagenabspiel
Garagenabfahrt
Anwendungsbeispiel Garageneinfahrt
Garageneinfahrt
Anwendungsbeispiel Hofeinfahrt mit demontierbarer Mittelstütze für größere Öffnungen
Hofeinfahrt mit demontierbarer Mittelstütze für größere Öffnungen
Anwendungsbeispiel Durchgänge
Durchgänge
Anwendungsbeispiel mobiler Hochwasserschutz für komplette Gebäude
Mobiler Hochwasserschutz für komplette Gebäude
Anwendungsbeispiel mobiler Hochwasserschutz für komplette Gebäude
Mobiler Hochwasserschutz für komplette Gebäude
Anwendungsbeispiel Sonderlösung mit abnehmbaren Endstützen
Sonderlösung mit abnehmbaren Endstützen
Anwendungsbeispiel Sonderlösung für Endprofile in der Laibung, um nur eine geringe Einengung zu erreichen
Sonderlösung für Endprofile in der Laibung, um nur eine geringe Einengung zu erreichen